Karriere im Betrieb

Hast du ausgelernt, kannst du dich in jedem Malerbetrieb bewerben – falls dein Ausbildungsbetrieb dich nicht direkt übernimmt.

Meist wirst du in allen Bereichen zu tun haben, die du in der Ausbildung zum Maler kennengelernt hast, aber je nach deinen Fähigkeiten und der Grösse und Beschaffenheit deines Betriebs und der Auftragslage kannst du dich für deine weitere Karriere auf bestimmte Bereiche fokussieren.

Maler Korbinian -  Portrait mit Farbeimern

Karriere als Maler.
Zeige, was du kannst.

  • Der Kommunikative: Wer gut kommunizieren kann, wird seinen Meister häufiger in Kundengesprächen unterstützen oder sich mit Architekten abstimmen.
  • Der Planer: Wenn du gut darin bist, einen Malerauftrag im Detail vorzubereiten und zu planen, dann kannst du dich hier etablieren.
  • Der Macher: Du bist hauptsächlich der Macher auf der Baustelle, der sich durch handwerkliches Geschick auszeichnet und immer besser wird.

Mache den Meister

Werde des Malerhandwerks!

In einer beruflichen Weiterbildung kannst du zum/zur eidg. dipl. Malermeister/in werden. Hier empfiehlt es sich vorher andere Fachkenntnisse der modularen Weiterbildung zu besuchen. Die Module bauen nämlich aufeinander auf und können angerechnet werden.

Was bringt dir der Meister? 

Es ist empfehlenswert, für den Schritt in die Selbstständigkeit die Meisterprüfung zu absolvieren. Dann kannst du auch selbst Maler ausbilden. Die Kurse zur Prüfungsvorbereitung sind kostenpflichtig. Meisterkurse können jedoch finanziell durch die Paritätische Kommission für das Basler Ausbaugewerbe gefördert werden. Eigene Ersparnisse und Rücklagen sind hilfreich, um die Weiterbildung erfolgreich zu stemmen.

Porträt Lernender Maler zwischen Farbeimern
Maler Lernende in Lackierkammer
Detailaufnahme Pinsel

Weitere Informationen unter:
www.pk-ausbau-regionbasel.ch

Selbstständigkeit

Du hast Führungspotenzial, willst dein eigener Herr sein und einen
eigenen Malerbetrieb gründen? Im Malerhandwerk sind die Hürden für junge Unternehmer niedriger als in manch anderem Beruf – Qualifikation und Eignung natürlich vorausgesetzt.

Gründe deinen eigenen Malerbetrieb 

Wenn du als Voraussetzung die Meisterprüfung mitbringst, unternehmerisch denkst und ein Händchen hast für wirtschaftliche Zusammenhänge, kannst du im Malerhandwerk schnell dein eigener Chef werden. Im Gegensatz zu anderen Branchen benötigst du keine grosse Werkstatt und kein Ladengeschäft. Auch halten sich die Erstanschaffungen in Grenzen.

Was du theoretisch brauchst:

  • ein Büro 
  • einen Computer 
  • ein Handy 
  • ein Auto 
  • Arbeitsmaterial 
  • Werkzeug 
  • Briefbögen und Visitenkarten 
  • eine gute finanzielle Grundlage, um für die Materialkosten deiner ersten Aufträge in Vorleistung gehen zu können. 

Kosten für Dinge wie Werbung und eine Webseite solltest du ausserdem nicht ausser Acht lassen. Zudem empfiehlt es sich, ein/e Werkstatt/Magazin zu haben. Informiere dich ausserdem über die für dich relevanten behördlichen Vorschriften!

Studium

Mit der Malerlehre hast du alle Möglichkeiten, auch einen akademischen Abschluss zu erreichen.

Studenten während der Vorlesung

Am besten informierst du dich direkt bei deinem Lehrbetrieb nach der lehrbegleitenden Berufsmaturität oder du schaust im Lehrstellennachweis LenaBB nach.

Zwei Lernende unterhalten sich

Lehrbegleitende Berufsmaturität

Parallel zu deiner Ausbildung als Maler/in EFZ kannst du auch die Berufsmaturität erlangen und dir die Möglichkeit eines Studiums eröffnen. Du kannst die Berufsmaturität in verschiedenen Modellen erlangen, denn es gibt sowohl zeitlich als auch fachlich Unterschiede.

Arbeiten im Ausland

Maler/innen werden nicht nur in der Schweiz immer gebraucht! Falls du Lust hast, für einige Zeit im Ausland zu leben, hast du mit dem Malerhandwerk eine gute Branche gewählt.

Karriere im Ausland

Ein Auslandsaufenthalt als Maler macht sich jedenfalls gut im Zeugnis und bringt jede Menge spannende Erfahrungen. Durch unterschiedliche Regelungen und architektonische Voraussetzungen, andere Techniken und ganz generell durch den Austausch mit Kollegen in einem anderen Land kann man viel lernen. Erkundige dich am besten vorab bei der Auslandschweizer-Organisation.

Infos zum Auslandsaufenthalt
gibt es hier.

Bunte Häuser in Kapstadt
Portrait Maler Lernender

Voraussetzungen für deinen Auslandsaufenthalt

Du solltest gut Englisch sprechen und am besten einige Grundkenntnisse in der Sprache des Landes haben, in dem du arbeiten möchtest. Meist überzeugen Maler und Handwerker aus der Schweiz im Ausland mit ihrer guten Ausbildung – man muss aber beachten, dass Formalitäten wie Arbeitszeiten, Steuerabgaben oder Vorgaben zur Denkmalschutzpflege sich in manchen Ländern stark unterscheiden.