Kundenberatung

Der erste Schritt, bevor der tatsächliche Auftrag für den Maler beginnt – das Kundengespräch. Vor Ort wird ausgemessen, begutachtet und beraten: Welcher Farbton und Beschichtungsstoff passt, welche Massnahmen sind notwendig?

Lernender berät Kunden

Vorhandene Untergründe müssen professionell geprüft werden, beispielsweise auf Feuchtigkeit oder vorhandene Schäden. Muss man nur renovieren oder etwas komplett instandsetzen? Sind Schleifarbeiten notwendig, muss grundiert oder gespachtelt werden?

Lernende Maler vermessen Raum

Maler – der kompetente Berater

Während der Ausbildung – sowohl in der Berufsfachschule als auch im Ausbildungsbetrieb – lernst du in Theorie und in Praxis:

  • wie ein gutes Kundengespräch abläuft
  • wie man Flächen misst und ausrechnet
  • wie viel Farbe und sonstiges Material man benötigt
Lernender telefoniert mit Kunden

Und nicht zu vergessen: Ein angenehmes, höfliches und professionelles Gespräch mit dem Kunden kann den Ausschlag für einen neuen, spannenden Auftrag geben.

Planung

Nach dem Kundengespräch geht es für den Maler mit den Informationen aus der Beratung an den Schreibtisch und die Planung beginnt: Welches und wieviel Material muss besorgt werden, wie lange wird der Auftrag dauern, was wird alles insgesamt kosten?

Lernender und Meister im Gespräch am Schreibtisch
Zwei Lernende machen Farbauswahl

Maler – der gewissenhafte Planer

Erst die Planung, dann das Vergnügen – nach gründlicher Vorbereitung entsteht ein Angebot mit Kostenvoranschlag und einem Zeitrahmen für den Kunden. Zu Beginn wirst du den Kollegen über die Schulter schauen und sie unterstützen, denn das Rechnen und Verhandeln übernimmt meist der Chef. 

 

Was passt am besten zu dir?

Bist du eher der praktische Typ, der mehr für die handwerkliche Arbeit gemacht ist? Oder bist du gut im Planen, Rechnen und Beraten? Das kann später in deine Entscheidung einfliessen, welchen Karriereweg im Malerhandwerk du einschlägst.

Lernender und Meister beim Aufmass planen

Vorbereitung

Der Kunde hat Ja gesagt und du bist vor Ort? Für eine erfolgreiche Verschönerung ist eine gute Vorbereitung wichtig: ob im Rohbau oder im schicken Wohnzimmer.

Lernender klebt ab

Der Arbeitsbereich muss professionell abgedeckt und abgeklebt werden, und falls du draussen arbeitest, ist oft ein Gerüst nötig. Wichtig: In deiner Ausbildung erfährst du auch, wie du deinen Arbeitsplatz gut absicherst und schützt.

Lernender Maler schiebt Materialwagen

Maler – der handwerkliche Profi 

Die Flächen, die du bearbeitest, müssen vorbereitet und von Staub und Schmutz befreit und häufig ab- bzw. angeschliffen und/oder mit einer Grundierung vorbehandelt werden.

Je nach Auftrag und Objektgrösse ändern sich deine Tätigkeiten z.B. wird per Hand mit Schleifpapier und Schleifklotz oder mit modernen, elektronisch gesteuerten Schleifmaschinen gearbeitet. Unter Umständen müssen vom Maler auch Hochdruckreiniger oder Strahlgeräte eingesetzt werden, um Untergründe optimal vorzubereiten.

Lernender schleift mit Schleifpapier

Wichtig:

Das Material ist gut vorbereitet und steht immer geordnet parat, nichts ist nerviger als nach seinem Arbeitsgerät suchen zu müssen.

Malerarbeiten

Jetzt geht´s an die Substanz. Sobald deine Arbeitsmaterialien komplett parat stehen und die Vorarbeit erledigt ist, kommt das tatsächliche Verschönern und Bearbeiten:

Du bearbeitest grössere Untergründe, lackierst Türen und Fenster, trägst spezielle Beschichtungen zum Brandschutz auf.

Auch dein Arbeitsgerät kann ganz unterschiedlich sein: Dispersionsfarbe wird beispielsweise nicht nur per Pinsel, Spritzsystem und Rolle aufgetragen, sondern auch mit Schwämmen und Tüchern getupft, mit Schablonen verschönert.

Lernende Malerin mit Malerrolle

Maler – der kreative Allrounder

Als Maler/in EFZ vereinst du eine Vielfalt von Tätigkeiten und Kompetenzen für die Gestaltung und Instandhaltung im Innen- und Aussenbereich. Du bist sowohl Künstler und kreativer Kopf als auch Handwerker und Techniker in einem. Bei deiner Arbeit an der Fassade sowie im Innenraum steht dir eine Vielzahl an Techniken, Maschinen und Material zur Verfügung.

Die Bandbreite reicht von Farben, Putzen, Lacken und Holzlasuren bis hin zu Wandbekleidungen, Bodenbelägen und -beschichtungen sowie Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) und Spezialsystemen für Betonschutz und Betoninstandsetzung.

Als Maler/in EFZ kennst du dich mit allen Materialien aus und weisst genau, wie du diese verarbeitest und anwendest, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Bordüre zeichnen mit Pinsel

Das Interessante:

Keine Baustelle ist wie die andere, es kommen immer neue, spannende Aufgaben auf dich zu, und oft bist du als Maler auch an der frischen Luft tätig.

Lernender draußen auf der Baustelle

Das Ergebnis

Die besten Momente im Malerhandwerk: Nach getaner Arbeit das vollbrachte Werk zu begutachten.

Lernender mit Farbrolle vor gestrichener Wand
grünes Treppenhaus

Maler – der stolze Künstler 

Am Ende des Tages siehst du hier immer, was du geschafft hast – und nach einem abgeschlossen Auftrag kann ein neuer kommen, der vielleicht ganz andere Aufgaben und Herausforderungen beinhaltet. Und die besten Belohnungen sind nicht nur die Gehaltszahlung, sondern auch der zufriedene Kunde – und das Wissen, dass man sich hier auch ein bisschen selbst verewigt hat.

In kaum einem anderen Beruf ist das eigene Schaffen so sichtbar und nachvollziehbar. Und bei jedem Auftrag lernst du Neues für dich, entwickelst dich weiter, hast vielleicht andere Ideen im Kopf oder Verbesserungsmöglichkeiten in deiner Arbeitsweise.

Raum in orange