5 Dos & Don’ts für dein Berichtsheft

Ein wichtiger Bestandteil deiner Ausbildung im Malerhandwerk ist das so genannte Berichtsheft. Schon mal was davon gehört? In deinem Berichtsheft hältst du stichwortartig den gesamten Verlauf deiner Ausbildung fest. Du findest, das klingt ganz schön kompliziert? Das ist es nicht. Hier teilen wir unsere 5 Dos & Don’ts für ein erfolgreiches Berichtsheft mit dir. Viel Erfolg!

5 Dos beim Berichtsheft

1. Regelmässige Führung

Das A und O für ein erfolgreiches Berichtsheft liegt darin, es möglichst regelmässig zu führen. Am besten nimmst du dir wöchentlich ein paar Stunden Zeit und füllst dein Berichtsheft aus. Du notierst deine Arbeitsfelder, deine Arbeitsfortschritte und die Verwendung unterschiedlicher Arbeitsmaterialien wie zum Beispiel Farben, Pinsel oder Farbrollen. Das solltest du immer so zeitnah wie möglich machen, damit du keine wichtigen Details vergisst.

2. Eine persönliche Note

Bei deinem Berichtsheft geht es um dich. Deshalb solltest du ihm auf jeden Fall eine persönliche Note verleihen. Dein Berichtsheft muss nicht perfekt, sondern authentisch sein. Benutze deine eigenen Worte und Formulierungen, auch subjektive Eindrücke und Empfindungen kannst du gerne notieren. Schliesslich soll der Weg deiner persönlichen Ausbildung im Malerhandwerk verschriftlicht werden, da darf die persönliche Note nicht fehlen. 

3. Du bist nicht allein

Es fällt dir schwer, dein Berichtsheft zu führen? Du weisst nicht, was du schreiben sollst, oder dir fehlt schlicht die Motivation? Kein Problem, dann setz dich doch einfach mit deinen Freunden aus der Berufsschule zusammen und gemeinsam könnt ihr eure Berichtshefte ausfüllen. Du wirst sehen, zusammen geht die Arbeit gleich viel schneller voran – und ausserdem macht es so viel mehr Spass. Auch deine Vorgesetzten, die Lehrkräfte an der Berufsschule oder die Kolleginnen und Kollegen im Betrieb stehen dir sicher gern mit Rat und Tat zur Seite, wenn du fragst – also trau dich ruhig.

4. Sorgfalt und Ordnung

Du kannst dein Berichtsheft entweder handschriftlich oder am PC führen.
Egal, für welche Variante du dich entscheidest: Wichtig ist, dass du nicht den Überblick in deinem Berichtsheft verlierst und deine Notizen sauber und übersichtlich aufschreibst. Hin und wieder mal ein dahingekritzelter Satz ist kein Problem. Aber generell ist es wichtig, dass dein Berichtsheft ordentlich geführt wird, damit sowohl du als auch deine Ausbildungsleiter deine Notizen nachvollziehen und verstehen können. 

5. In der Kürze liegt die Würze

Keiner erwartet von dir, einen ganzen Roman zu schreiben: In deinem Berichtsheft reichen Stichworte in den meisten Fällen vollkommen aus. Anstatt dich in komplizierten Schachtelsätzen und ganzen Aufsätzen zu verlieren, solltest du dich also lieber kurz halten: In der Kürze liegt die Würze. Schreibe die wichtigsten Fortschritte während deiner Ausbildung im Maler- oder Stuckateurhandwerk auf, anstatt dich auf Kleinigkeiten zu konzentrieren. So bleibt dein Berichtsheft übersichtlich.

 

5 Don’ts beim Berichtsheft

1. Eine unnötige Last?

Auf den ersten Blick kann so ein Berichtsheft schon mal aufwändig und lästig erscheinen. Aber auf keinen Fall solltest du es als unnötige Last betrachten! Das Berichtsheft ist nicht nur für dich, sondern auch für deine Ausbildungsleiter eine wertvolle Hilfe und ein wichtiger Bestandteil deiner Ausbildung. Wenn du dein Berichtsheft regelmässig führst, wirst du schnell merken, wie viel es dir hilft. Du kannst deine Fortschritte festhalten, deine Arbeitsmethoden notieren und den Weg deiner Ausbildung im Malerhandwerk dokumentieren. 

2. Vorstrukturierte Fragebögen

Es gibt einige vorstrukturierte Fragebögen für Berichtshefte, die es dann nur noch auszufüllen gilt. Hin und wieder einen solchen Fragebogen zu verwenden ist natürlich absolut legitim. Aber du solltest dein Berichtsheft nicht nur mit vorstrukturierten Fragebögen gestalten. Durch freie Notizen und Texte kannst du besser deine individuellen Erfahrungen in persönliche Formulierungen packen. 

3. Das unterschätzte Berichtsheft

Unterschätze keinesfalls dein Berichtsheft! Wusstest du, dass du ein Berichtsheft brauchst, um am Ende für deine Abschlussprüfung zugelassen zu werden? Dein Berichtsheft fliesst zwar in der Regel nicht in deine Prüfungsbewertung mit ein, dient den Prüferinnen und Prüfern aber als so genannter Ausbildungsnachweis. Für einen erfolgreichen Abschluss deiner Ausbildung ist ein Berichtsheft also elementar. 

4. Aufschieben

Einer der wohl grössten Fehler, den man beim Berichtsheft begehen kann, ist das Aufschieben. Der Arbeitstag im Malerhandwerk ist stressig, für die Berufsschule muss auch ordentlich gelernt werden – da wird das Berichtsheft oftmals hintenangestellt. Aber das ist ein grosser Fehler! Wenn du mal keine Zeit für dein Berichtsheft hast, ist das natürlich kein Beinbruch, allerdings sollte dieses Verhalten die Ausnahme bleiben. Je regelmässiger du daran arbeitest, desto einfacher und entspannter ist die Führung des Berichtsheftes für dich. 

5. Zu viel Inspiration

Am Anfang der Ausbildung ist es verführerisch, so genannte Muster-Beispiele zu googlen. Vielleicht überlegst du dir auch, bereits fertig ausgebildete Kolleginnen und Kollegen nach ihren Berichtsheften zu fragen, um einen groben Einblick zu bekommen. An sich ist dies natürlich eine gute Idee. Du musst aber aufpassen, dich nicht zu sehr an diesen Vorlagen und Beispielen zu orientieren. Dein Berichtsheft soll deine persönliche Note enthalten. Sich zu sehr an anderen Berichtsheften zu orientieren, kann dir hierbei letztendlich im Weg stehen. Also vertrau lieber auf deine eigene Kreativität.