Ein Tag in meiner Ausbildung

Wie sieht eigentlich ein typischer Arbeitstag als Azubi im Malerhandwerk aus? So ganz eindeutig lässt sich die Frage nicht beantworten, denn das Malerhandwerk ist vielseitig: Mal arbeitest du an einer Fassade, mal in einem Innenraum, mal an einem Neubau und dann wieder an einem denkmalgeschützten Haus. Trotz aller Abwechslung gibt es aber natürlich auch feste Abläufe. Wir haben eine Auszubildende bei Brillux gefragt, wie ihr typischer Arbeitstag aussieht.

Ich bin Johanna und Auszubildende im ersten Lehrjahr bei Brillux als Maler- und Lackiererin. Ich arbeite dort mit den Betriebsmalern, die auf dem Brillux Gelände und anderen firmeneigenen Gebäuden im Innen- und Aussenbereich allgemeine Malerarbeiten durchführen. 

Die Berufsschule

Wie bei anderen Ausbildungsberufen auch, ist mein Alltag zweigeteilt: An zwei Tagen in der Woche bin ich in der Berufsschule, an den anderen arbeite ich praktisch. Bei mir sind Donnerstag und Freitag die Berufsschultage. Donnerstags bin ich von 7:50–13:00 Uhr dort und fahre danach noch auf die Baustelle, um bis zum Feierabend mitzuarbeiten. Freitags hab ich von 8:35–13:00 Uhr Berufsschule – danach geht es dann direkt nach Hause und ab ins Wochenende. 

Die Praxisphase

Mein typischer Arbeitstag auf einer Baustelle beginnt schon recht früh, aber ich muss auch immer ein bisschen Extra-Zeit einplanen, um aus dem Bett zu kommen: Der erste Wecker geht um 5:30 Uhr, ich stehe aber immer erst so um 6:15 Uhr auf und mache mich dann gegen 6:40 Uhr auf den Weg zu Arbeit. Zum Glück habe ich es nicht weit und kann mit dem Fahrrad fahren – nur bei Regen oder Gewitter nehme ich lieber die öffentlichen Verkehrsmittel. 

Arbeitsbeginn ist bei uns um 6:50 Uhr. Zuerst treffen wir uns alle in der Werkstatt zur Besprechung. Der Meister teilt dann ein, welcher Azubi mit welchem Gesellen arbeitet – so entstehen kleine Teams. Das sind in der Regel nur zwei bis drei Leute, also zum Beispiel ein Geselle und ein bis zwei Azubis. Aktuell arbeiten wir aber an einer Grossbaustelle, deswegen ist unser Team derzeit etwas grösser. 

Nach der Einteilung  suchen wir dann unser Werkzeug und das Material zusammen, das wir brauchen, manchmal steht es auch schon an der Baustelle bereit. Da wir Betriebsmaler sind, müssen wir dann auch gar nicht weit zur Baustelle fahren, meist sind es nur circa fünf Minuten zu Fuss! Und je nachdem, welche Arbeiten anstehen, geht es dann auch gleich los. 

Bei einer neuen Baustelle fangen wir erstmal an alles sorgfältig abzukleben und abzudecken, damit dann später nichts danebengeht. Wenn wir schon länger auf der Baustelle beschäftigt sind, geht es direkt mit Schleifen, Streichen oder was auch immer wir gerade tun müssen los. 

Pause muss sein

Um 9:00 Uhr machen wir eine viertelstündige Frühstückspause und eine Mittagspause haben wir natürlich auch: Die geht jeden Tag von 12.30–13.00 Uhr. Während der Pausen machen wir es uns meistens einfach an einem schönen Fleckchen auf der Baustelle gemütlich und setzen uns auf die Farbeimer – die sind viel bequemer als man denkt und gehören auf einer Baustelle zu den besten Sitzgelegenheiten! 

Nach der Mittagspause arbeiten wir durch bis kurz vor 16 Uhr – dann geht es ans Aufräumen, denn um 16 Uhr ist Schluss. Je nachdem, ob wir das Material nochmal an dieser Baustelle brauchen, räumen wir es entweder ordentlich beiseite oder wir bringen es zurück in die Werkstatt. Und dann ist auch schon Feierabend, – da lohnt sich das frühe Aufstehen!

[Translate to Schweiz:] Johanna_Mein_Arbeitsalltag

Kannst du dir vorstellen, dass das mal dein Arbeitsalltag wird? Dann informiere dich am besten gleich über eine Ausbildung im Malerhandwerk. Alle Infos gibts hier.