Leoparden, Tiger und co. – Malen im Zoo!

Im Allwetterzoo in Münster gibt es seit kurzem eine neue Attraktion: Im Rahmen eines Projektes des Adolph-Kolping-Berufskollegs wurde das Gehege der Grosskatzen von Lehrlingen aus dem Malerhandwerk neu gestaltet. Gut 25 Lehrlinge haben zwei Wochen an den Gehegen gearbeitet. Wie es war, auf einer Baustelle im Zoo zu arbeiten, erzählt euch Azubi-Botschafterin Johanna im Interview!

Kannst du dich kurz vorstellen?

Hi, ich bin Azubi-Botschafterin Johanna, 23 Jahre alt, und im zweiten Lehrjahr meiner Lehre zur Malerin und Lackiererin bei Brillux.  

War es etwas Besonderes für dich, in einem Zoo arbeiten zu können?

Für mich war es lustigerweise nicht das erste Mal, dass ich im Allwetterzoo in Münster gearbeitet habe! Bevor ich mich für die Lehre zur Malerin und Lackiererin entschieden habe, habe ich ein Studium angefangen und nebenher im Zoo gearbeitet: im Westfälischen Pferdemuseum. Deshalb waren mir viele Dinge vertraut, die die anderen Lehrlinge noch nicht kannten: die Gehege von hinten zum Beispiel. Ich glaube, für die anderen war es aber sehr spannend zu sehen, was im Zoo so hinter den Kulissen vor sich geht! Ausserdem ist es einfach toll, wenn man in der Mittagspause losgehen und zahllose Tiere beobachten kann. 

Was habt ihr gemalt und wie seid ihr auf die Motive gekommen?  

Die Motive sind in Absprache mit dem Zoo ausgewählt worden, denn sie sollten zu den Tiergehegen passen. Wir haben bei den Grosskatzen gearbeitet und deshalb haben wir Tiger und Leoparden gemalt. Ausserdem war es für den Zoo wichtig, dass man unsere Gestaltung mit Lerntafeln verbinden kann, also haben wir uns vorher genau überlegt, in welchen natürlichen Lebensräumen die Tiere normalerweise leben und haben die Gestaltung daran angepasst.  

Ich habe vor allem an zwei Fichten gearbeitet. Das klingt zuerst nicht nach viel, aber die eine Fichte war gut 3 Meter hoch und ich habe mit drei verschiedenen Grüntönen gearbeitet, damit die Fichte möglichst detailliert wird.  

Was war für dich die grösste Herausforderung bei dem Projekt? 

Eine der grössten Herausforderungen war die Kälte, denn das Wetter hat leider nicht so richtig mitgemacht. Wahrscheinlich kennt ihr das auch: Mit kalten Fingern zu schreiben oder eben zu malen ist gar nicht so einfach! 

Ausserdem mussten wir Lehrlinge uns gut koordinieren, damit wir jeweils genug Platz hatten, um arbeiten zu können. Zum Teil haben sich einige sogar auf den Boden gelegt, um die Grashalme richtig malen zu können, das war lustig. :)  

Was hat dir an dem Projekt am besten gefallen?  

Das Projekt war einfach insgesamt eine tolle Erfahrung! Normalerweise arbeite ich eher an grossen Flächen, nicht an detaillierten Motiven. Bei diesem Projekt war es ein sehr künstlerischer Zugang, das war eine nette Abwechslung vom Arbeitsalltag. Ein paar andere Lehrlinge und ich sind an ein paar Tagen auch freiwillig länger geblieben, weil es einfach so viel Spass gemacht hat – und wir wollten natürlich, dass am Ende alles perfekt wird! 

Hier erfährst du mehr über Johanna und ihre Lehre zur Malerin!